SpaceX Crew-9: ISS-Andockung
29. September 2024
Erlebe die SpaceX Crew-9-Mission vom 29. September 2024: Folge der echten Flugbahn der Dragon-Kapsel zur oder von der ISS, in einer 3D-Echtzeit-Rekonstruktion.
Es ist 28. September 2024.
Auf Rampe 40 in Cape Canaveral steht eine Falcon 9 bereit, um die Dragon-Kapsel der Crew-9 in den Orbit zu tragen.
Crew-9 hebt von Rampe 40 in Cape Canaveral ab. Eine Falcon 9 trägt die Dragon-Kapsel Richtung Orbit.
Max-Q: Die Rakete durchstößt den Moment der größten aerodynamischen Belastung und beschleunigt weiterhin kräftig.
Die erste Stufe schaltet ab und fällt weg, während die zweite Stufe zündet, um den Aufstieg fortzusetzen.
Ein einzelnes vakuumoptimiertes Triebwerk treibt die Kapsel nun den Rest des Weges auf Orbitalgeschwindigkeit.
Dragon trennt sich von der zweiten Stufe und ist auf sich allein gestellt, beginnt die lange Verfolgung, um die Raumstation einzuholen.
Die Bahn des Schiffs ist so berechnet, dass sie die Internationale Raumstation abfängt, die mit 28.000 km/h um die Erde zieht.
Die Zeit ist zur Verdeutlichung beschleunigt: Jede Sekunde hier steht für Minuten echter orbitaler Choreografie.
Jedes Manöver ist auf Zentimeter genau berechnet. Im Orbit gibt es keinen Raum für Näherung.
Zwei Personen sind an Bord: eine amerikanische Astronautin bzw. ein Astronaut und ein russischer Kosmonaut, auf dem Weg, mehrere Monate an Bord der Internationalen Raumstation zu verbringen.
Auf dem Kommandantensitz: Nick Hague, 49, aus den Vereinigten Staaten.
Das ist nicht seine erste Reise in den Orbit.
2018 versagte seine Sojus-Rakete kurz nach dem Start.
Er und sein Crewkollege überlebten, gerettet durch das Rettungssystem der Kapsel.
Nun, sechs Jahre später, kehrt er für einen zweiten Aufenthalt zur ISS zurück.
An seiner Seite: Alexander Gorbunow, 34, aus Russland.
Er half einst, genau das Raumschiff zu entwerfen, das er nun fliegt.
Dies ist sein erstes Mal, dass er die Erde verlässt.
Und eine Premiere für sein Land: Noch nie hat ein russischer Kosmonaut ein amerikanisches Raumschiff geflogen, bis jetzt.
Ihre Mission wird etwa sechs Monate dauern.
Sie lösen die Crew-8 ab, die sechs Monate zuvor ankam.
Crew-8 kehrt zur Erde zurück: Ihre Zeit an Bord der ISS ist zu Ende.
Die Verfolgung der Crew Dragon dauert etwa achtundzwanzig Stunden.
Sie steigt allmählich von 200 auf 400 Kilometer Höhe, die Umlaufbahn der ISS selbst.
Alle neunzig Minuten erlebt die Crew einen Sonnenauf- oder Sonnenuntergang: sechzehn von jedem, jeden Tag.
Ihre Geschwindigkeit bleibt nahezu konstant: rund 28.000 km/h.
Schnell genug, um im Orbit zu bleiben, aber nie genug, um ihm zu entkommen.
Anders als bei dieser Panoramaansicht sieht die Crew die Erde durch nur vier kleine Fenster.
Jedes Bild ist ein wanderndes Stück des Planeten, den sie gerade hinter sich gelassen haben.
Die ISS ist nun ihr Horizont: ein wanderndes Zuhause, das die Erde umkreist.
Wir treten in die Endanflugphase ein.
Sie dauert etwa eine Stunde.
Nick und Alexander beobachten aufmerksam, bereit einzugreifen, falls nötig. Vorerst fliegt der Computer.
Der Spielraum für Fehler ist winzig: Schon wenige Zentimeter daneben würden einen automatischen Abbruch auslösen.
Während des Endanflugs wird alles fast lautlos in Bewegung.
Die Crew Dragon reduziert ihre Relativgeschwindigkeit auf nur 0,1 Meter pro Sekunde, langsamer als Schrittgeschwindigkeit, während sie sich sanft an die Umlaufbahn der Station anpasst.
Alles gut: Die Crew Dragon ist perfekt ausgerichtet.
Nach einem langsamen und präzisen Anflug dockt die Crew Dragon an der Station an.
Für einen kurzen Moment werden zwei Raumschiffe zu einer durchgehenden Struktur, die gemeinsam die Erde umkreist.
Andockung abgeschlossen.
Mission erfüllt! Alexander und Nick sind bereit, die ISS zu betreten.